Online-Spieler sind ganz…

Online-Spieler sind ganz normale Jugendliche

15.10.2012  von NK

Online-SpielerInnen sind ganz normale Jugendliche, die kontaktfreudig sind bzw. ihr Leben nicht ins Netz verlagern wollten. Nichtsdestotrotz ist das Internet kein problemfreier Raum. Neben Beleidigungen (das so genannte „flaming“) und spielbezogenen Betrügereien („cheating“) kann exzessives Spielen auch zu finanziellen Problemen und süchtigem Verhalten führen.


Die Universität Leibzig beschäftigte sich in ihrem „Medienkonvergenz Monitoring Online-Spieler-Report 2008" mit „Online-Spielern“. 2007 befragte sie auf der Games Convention (GC) in Leipzig mit Hilfe eines Online-Fragebogens 367 Spieler und Spielerinnen im Alter zwischen 10 und 22 Jahren. Zusätzlich wurden mit 45 Jugendlichen ausgiebige Interviews geführt. Die Ergebnisse zeigen, dass mit durchschnittlich 20 Stunden pro Woche die Jugendlichen, vor allem Jungen, einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Freizeit im Netz verbringen, um zu spielen. Beliebt sind vor allem Rollenspiele, Shooter und Strategiespiele, wobei Shooterspiele in erster Linie von Jungen, Geschicklichkeitsspiele dagegen von Mädchen genutzt werden.

Miteinander zu spielen, miteinander zu reden, Kontakte zu knüpfen und selbst Freundschaften auch über das Spiel hinaus zu schließen“, so die Wissenschaftler, „ist medialer Alltag von Online-SpielerInnen“. Nicht umsonst sind gerade die so genannten „Multiplayer-Onlinespiele“ so beliebt, bei denen der Jugendliche in der Regel mit oder gegen andere Jugendliche spielt. Häufig handelt es sich bei den Mitspielern um Freunde und Bekannte. Darüber hinaus lernen die Jugendlichen im Netz neue Leute kennen. So gaben nur relativ wenige Spieler im Rahmen der Befragung an, dass sie oft alleine gegen den Computer spielen würden.

Hier finden Sie die Studie als pdf-Datei. 



(zurück)