Jeder zehnte Sechtskl…

Jeder zehnte Sechtsklässler ist süchtig nach Computerspielen

18.10.2012  von NK

9,3% von 323 untersuchten Sechsklässlern in Berlin waren süchtig nach Computerspielen. Die betroffenen Kinder schauten im Vergleich zu ihren Altersgenossen auch überdurchschnittlich viel fern und konnten sich im Schulunterricht schlechter konzentrieren. Darüber hinaus wiesen sie in der Verarbeitung von negativen Gefühlszuständen Defizite auf.


Eine der ersten, die sich intensiv mit der Thematik „Exzessives Computerspielen“ auseinandergesetzt hat, war die Interdisziplinäre Suchtforschungsgruppe der Berliner Charité um die renommierte Suchtforscherin Sabine M. Grüsser-Sinopoli. Sie und ihre Kollegen führte 2005 eine psychometrische Studie zum Computerspielverhalten von 323 Sechstklässlern im Alter zwischen 11 und 14 Jahren durch. Zum Einsatz kam dabei ein von der Forschungsgruppe speziell entwickelter „Fragebogen zum Computerspielverhalten bei Kindern“ (CSVK). Dabei zeigte sich, dass 9,3% der Jungen und Mädchen ein exzessives Computerspielverhalten aufwiesen. Gerade diese Kinder scheinen den Computer dazu zu nutzen, Stress abzubauen. Sie fielen aber nicht nur durch ihr übermäßiges Computerspiel-verhalten auf, sondern schauten auch überdurchschnittlich viel fern und konnten sich schlechter im Unterricht konzentrieren. Daneben sahen sie sich weniger dazu in der Lage, negative Gefühle zu verarbeiten oder sich anderen gegenüber mitzuteilen.

Eine weitere Befragung der Interdisziplinären Suchtforschungsgruppe bei 221 Berliner Schülern der Jahrgangsstufe 8 machte deutlich, dass 6,3% der Jugendlichen ein abhängiges Computerspielverhalten an den Tag legten. Betroffen waren vor allem Hauptschüler.

Nähere Informationen zu den Studien finden Sie hier



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