Computer fördern nicht…

Computer fördern nicht gewalttätiges Verhalten

07.10.2012  von NK

Computerspiele fördern kein gewalttätiges Verhalten. Wissenschaftler der Charité Berlin konnten im Rahmen einer Studie mit 7069 Spielern und Spielerinnen keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen aggressiven Einstellungen und der übermäßigen Nutzung von Computerspielen feststellen.


In Zusammenarbeit mit dem Internet-Portal „Krawall Gaming Network GmbH“ befragten Wissenschaftler der Charité Universitätsmedizin Berlin 7069 Spieler. Jeder Zehnte, konkret 11,9%, fiel dabei durch ein problematisches Spielverhalten auf. 22,0% der Befragten gaben an, sie hätten schon einmal ihre schulischen und beruflichen Verpflichtungen vernachlässigt, um am Computer spielen zu können, zwei Prozent wiesen gar Entzugserscheinungen auf, wenn sie nicht spielen konnten.

Auf der anderen Seite scheinen die Arbeiten der Forscher ein weit verbreitetes Vorurteil zu widerlegen, denn einen eindeutigen Zusammenhang zwischen aggressiven Einstellungen und der Vorliebe für Computerspiele konnten sie nicht feststellen. „Wir fanden keinen Hinweis darauf, dass exzessives Computerspielen aggressiv macht“, so Sabine Grüsser, Leiterin des Projektes. Ralf Thalemann, Mitglied der Forschungsgruppe, schränkt jedoch ein, dass man global auf Computerspiele geprüft habe und keine Eingrenzung auf gewalttätige Spiele vorgenommen habe. Thalemann glaubt aber nicht, dass man bei einer Focussierung auf gewalttätige Spiele zu einem anderen Ergebnis gekommen wäre. „Ich bin davon überzeugt, dass Spieler, die eine aggressive Persönlichkeitsstruktur besitzen, eher zu gewalttätiger Software greifen. Das kann ich mir viel eher vorstellen, da dies ja auch den Bedürfnissen eines solchen Menschen viel eher entgegen kommt.“

Weitere Inoformationen zu dieser Studie finden Sie hier.



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