"Koppellung mit…

"Koppellung mit Schulleistungen vereinbart"

19.10.2012  von NK


"Unser Sohn - heute 16 - spielt seit 14 Monaten mit bei WOW. Während er Schulzeit ca. 2 bis 3 Stunden täglich, in den Ferien auch länger. Als wir bemerkten, dass dies einen wesentlichen Zeitfresser bedeutet, haben wir mit ihm eine Koppelung dergestalt vereinbart, dass wir den selbstbestimmten WOW-Umfang tolerieren, solange sich seine schulischen Leistungen nicht verschlechtern. Dies hat er bislang eingehalten: Im Halbjahreszeugnis der 10. Klasse Gymnasium blieb er stabil, im Versetzungszeugnis zur 11. Klasse verbesserte er sich sogar noch leicht (Schnitt 2,0). Außerdem blieb er weiterhin bei seiner Angewohnheit, an jedem Schultag so früh aufzustehen, dass er während des Frühstücks ca. 30 Minuten lang in einem Buch schmökert. Erst letzte Nacht wieder las er in einem Rutsch bis 3 Uhr früh ein mehrhundertseitiges Buch durch, das wir ihm am Vorabend geschenkt hatten. Er ist auch weiterhin jederzeit -ohne Widerspruch - zu motivieren, einen Anteil an der Hausarbeit zu übernehmen (Helfen in der Küche, Bügeln der eigenen Sachen, Rasen mähen etc.). Er raucht nicht, trinkt keinen Alkohol, geht auch noch zweimal wöchentlich zum Judo-Training. Und er übernahm zuletzt eine tragende Sprechrolle im Theaterstück, das seine Klassenstufe zu Schuljahresende aufführte.Es hat demnach für uns insgesamt den Anschein, dass noch er die durchaus intensive Beschäftigung mit WOW ( er spielt auf 70er Level) beherrscht und nicht umgekehrt WOW ihn. Den geschilderten Zustand qualifizieren wir daher derzeit als "noch nicht süchtig". Die Frage, die wir uns deshalb stellen, ist, ob wir hier wirklich zusätzlich sanktionierend eingreifen sollten, solange sich keine Verschlechterung der oben geschilderten Rahmenbedingungen ergibt."

Zitiert nach: Forum www.rollenspielsucht.de

 



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