PC, Laptop, Smartphone -…

PC, Laptop, Smartphone - Internet- und Mediennutzung bei Kindern

19.10.2012  von RN

Der Umgang mit Computern gehört für viele Kinder zum Alltag. In nahezu allen bundesdeutschen Haushalten gibt es mittlerweile einen Computer bzw. einen Internetzugang.


Die Studienreihe KIM (Kinder und Medien) untersucht seit 1999 den Medienumgang von Kindern in Deutschland. Herausgegeben werden die Studien von dem Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest. Für die KIM-Studie 2014 wurden rund 1.200 Kinder zwischen sechs und 13 Jahren und deren Haupterzieher im Frühsommer 2014 zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt.

Insgesamt 63 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen nutzen zumindest selten das Internet, dieser Anteil hat sich seit der letzten Erhebung der KIM-Studie 2012 nur marginal um einen Prozent-punkt erhöht. Angestiegen ist jedoch die Häufigkeit der Nutzung: Zählen Kinder zu den Nut-zern des Internets, dann surfen 40 Prozent jeden oder fast jeden Tag im Netz (2012: 36 %, 2010: 26 %), 44 Prozent sind ein- oder mehrmals pro Woche online und 16 Prozent zählen zu eher sporadischen Nutzern (weniger als einmal pro Woche). Während Mädchen und Jungen bei der täglichen Nutzung so gut wie keine Unterschiede aufweisen, sind die Jüngeren zu ei-nem deutlich geringeren Anteil vertreten (6-7 Jahre: 15 %, 8-9 Jahre: 18 %, 10-11 Jahre: 38 %, 12-13 Jahre: 60 %).
Hinsichtlich der Zugangsgeräte liegen Computer und Laptop bei Kindern weiterhin mit Ab-stand an erster Stelle, neun von zehn Internetnutzern zwischen sechs und 13 Jahren nutzen das Internet regelmäßig über PC oder Laptop. Nur ein Drittel der Kinder, die zumindest selten das Internet nutzen, gehen regelmäßig mit ihrem Handy/Smartphone online. Auf Platz drei liegen Spielkonsolen (11 %), der Zugang über Tablet-PCs ist nur für eine Minderheit der Inter-netnutzer (5 %) relevant.
Trotz der wachsenden Bedeutung des Internets ist das Fernsehen für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren das wichtigste Medium. 61 Prozent wählen das Fernsehen als das Medium, auf das sie am wenigsten verzichten können. Nur ein Viertel der Kinder entscheidet sich für Com-puter und Internet. Und auch bei der täglichen Nutzung ist das Fernsehen Spitzenreiter: 79 Prozent der Kinder schauen täglich fern, das Internet nutzt nur jeder Vierte jeden oder fast jeden Tag.

In Familien mit Kindern zwischen sechs und 13 Jahren gibt es unterschiedliche Regeln zum Medienumgang: So haben 80 Prozent der Eltern, deren Kinder das Internet nutzen, mit ihnen Absprachen dazu getroffen , welche Angebote und Seiten sie im Internet besuchen dürfen. Auch dazu, welche Computer- oder Konsolenspiele gespielt und welche Fernsehsendungen gesehen werden dürfen, gibt es in vergleichbar vielen Familien, in denen die Kinder die entsprechenden Medien nutzen, Regeln.
Zum Thema Handy und Smartphone wurden anteilig am wenigsten Regeln aufgestellt: So haben zwar drei von fünf Haupterziehern, deren Kinder ein Handy oder Smartphone nutzen, reglementiert, welche Dinge das Kind mit dem Mobiltelefon machen darf – wie lange sich der Sprössling jedoch täglich mit dem Gerät beschäftigen darf, dazu hat nicht einmal die Hälfte Absprachen getroffen.
Eltern sind hier offenbar in der Zwickmühle: Obwohl sie beklagen, dass ihre Kinder zu viel Zeit mit dem Handy verbringen, bewerten sie es doch positiv, dass sie den Nachwuchs ständig erreichen können.

Hier finden Sie die Studie als pdf-Datei.

 



(zurück)