Fragen zur Einschätzung…

Fragen zur Einschätzung des Spielverhaltens

19.10.2012  von NK


Fragen zur Selbsteinschätzung  des kindlichen Spielverhaltens:

  • Bekommt ihr Kind genügend Schlaf oder sitzt es teilweise abends stundenlang am Computer, um zu spielen?
  • Isst ihr Kind regelmäßig, ausreichend und ausgewogen oder vernachlässigt es die Ernährung (versäumt beispielsweise Mahlzeiten), um spielen zu können?
  • Treibt ihr Kind Sport bzw. bekommt es ausreichend Bewegung, auch an der frischen Luft, oder hält es sich häufig zu Hause auf, um am Computer spielen zu können?
  • Haben Sie das Gefühl, dass die Schulleistungen ihres Kindes unter seiner Vorliebe für Computerspiele leidet?
  • Vernachlässigt ihr Kind seine Schulaufgaben, um spielen zu können?
  • Vernachlässigt ihr Kind seine häuslichen Pflichten, um spielen zu können?
  • Wirkt ihr Kind nervös und gereizt, wenn es nicht am Computer spielen darf?
  • Langweilt sich Ihr Kind, wenn es nicht am Computer spielen darf?
  • Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Kind insbesondere dann spielt, wenn es unter Stress steht oder Probleme hat?
  • Trifft sich ihr Kind regelmäßig mit Freunden oder bleibt es lieber zu Hause, um am Computer spielen zu können?
  • Haben Sie das Gefühl, dass die Freunde ihres Kindes unverhältnismäßig viel Computerspiele spielen?
  • Wenn sich ihr Kind mit Freunden trifft: Spielen die Kinder dann vornehmlich Computerspiele?
  • Hat sich der Freundeskreis ihres Kindes verändert, seit es Computerspiele spielt.
  • Gibt ihr Kind nach ihrer Einschätzung unverhältnismäßig viel von seinem Geld für Computerspiele aus?
  • Hat ihr Kind neben seinem Hobby "Computerspiele" noch andere Freizeitinteressen?
  • Reagiert ihr Kind aggressiv, wenn sie mit ihm über Computerspiele reden oder gar ein Spielverbot aussprechen?
  • Hält ihr Kind sich an die von ihnen aufgestellten Regeln bzgl. seines Umgangs mit Computerspielen (z. B. Einhaltung eines Zeitlimits)?
  • Hat ihr Kind sie schon einmal im Zusammenhang mit Fragen zu seinem Spielverhalten angelogen?
  • Hat ihr Kind Probleme mit Alkohol oder Drogen?
  • Beurteilung des elterlichen Verhaltens:
  • Haben Sie mit Ihrem Kind klare Regeln vereinbart, z. B. wie lange es am Tag oder in der Woche Computerspiele spielen darf?
  • Welche Spiele spielt ihr Kind? Haben Sie sich über die Spiele informiert?
  • Spielt ihr Kind nur Spiele, die von der USK für das Alter ihres Kindes als geeignet eingestuft wurden?
  • Können Sie die Spielzeit Ihres Kindes kontrollieren, z. B. über einen Router mit Kindersicherung?
  • Haben sie mit ihrem Kind über ihre Sorgen gesprochen?
  • Teilt ihr Partner ihre Bedenken zum Spielverhalten ihres Kindes?
  • Sind Sie sich mit ihrem Partner einig über die Vorgehensweise, wie sie mit dem Spielverhalten ihres Kindes umgehen möchten?

In der Rubrik "Literatur für Eltern" haben wir schon auf das Standardwerk "Grüsser, S.M. und R. Thalemann (2006): Computerspielsüchtig? Rat und Hilfe für Eltern. Bern: Hans Huber Verlag" hingewiesen. Unter http://www.verlag-hanshuber.com/downloads/computerspielsucht/ finden Sie Kopiervorschläge, wie Sie Ihr elterliches Verhalten und das Ihres Kindes beobachten und einschätzen können.

Weitere Test zur Einschätzung des eigenen Nutzungsverhaltens bieten folgende Internetseiten:

http://www.palverlag.de/Internetsucht.php

http://www.psychotherapiepraxis.at/surveys/test_internet-sucht.phtml

Einen Test, wie Sie erkennen können, ob Ihr Kind Internetsüchtig ist, finden Sie unter:

http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/SUCHT/InternetsuchtTest.shtml

Tips für den richtigen Umgang mit dem Spielverhalten von Kindern und Jugendlichen können Sie folgender Internetseite entnehmen:

https://www.klicksafe.de/themen/spielen/computerspiele/was-koennen-eltern-tun-10-klicksafe-tipps-zu-online-spielen.html

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat eine Liste aufgestellt, mit der besorgte Eltern herausfinden können, ob Ihr Kind Symptome von Medienabhängigkeit (Computerspielsucht) zeigt? Nachfolgend die einzelnen Symtome:

"Computerspieler, die (auch) wegen ihrer Abhängigkeit therapeutisch behandelt werden, zeigen mehrere der folgenden Symptome:

  • Zeiten der Computerspiel/Mediennutzung steigen (ggf. über einen langen Zeitraum) immer mehr
  • zunehmende Müdigkeit, Schlafmangel wegen Computerspiel/ Mediennutzung
  • Rückzug von den Aktivitäten der Familie, der Freunde, dem sozialen Leben
  • andere Freizeitaktivitäten werden immer seltener, Hobbys werden vernachlässigt
  • Probleme in der Schule/ Arbeitsplatz nehmen zu: Fehlzeiten, Verspätungen, Leistungsabfall
  • Aggressivität, Depressivität oder Apathie nehmen zu und treten vor allem auf, wenn das Medium nicht genutzt werden kann.
  • Unruhe, wenn das Computerspiel/das Medium nicht genutzt werden kann.
  • Versuche, weniger zu spielen, bleiben erfolglos.
  • Nahrungsaufnahme wird (wenn sie erfolgt) an den Computer verlagert."

Quelle: http://www.bundespruefstelle.de/bmfsfj/generator/bpjm/Jugendmedienschutz-Medienerziehung/computer-konsolenspiele,did=117954.html

 



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