Spielebeschreibungen

Spielebeschreibungen

Spielebeschreibungen aus Sicht der Hersteller oder auch aus medienpädagogischer Sicht möchten wir durch Beschreibungen aus Sicht von Jugendlichen ergänzen. Wir haben deshalb jugendliche Spieler gebeten ihre Perspektive zu formulieren. Wir denken so werden die Faszination der Spiele auf der einen Seite, aber auch durchaus (selbst-) kritische Aspekte deutlich.

Diese Liste wird weiter ergänzt. Eigene Beschreibungen können Sie uns hierhin senden.



World of Warcraft

19.10.2012:

"'World of Warcraft' ist ein Spiel mit einem langen Motivationsfaden, der sich quer durch das Spiel zieht. Am Anfang ist man durch die Anzahl der einzelnen Quests (Aufträge, die Bezahlung und Erfahrungspunkte ergeben) und die damit verbundene Geschichte gefesselt. Da viele Quests aufeinander aufbauend sind, und dadurch einen großen Teil des geschichtlichen Hintergrunds von World of Warcraft erzählen, bleibt es nicht aus, dass der Spieler das ein oder andere mal die Online-Zeit mit dem Gedanken verlängert, 'schnell' noch einen kleinen Teil zu erfüllen, um etwas mehr Geschichte zu hören/lesen. World of Warcraft bietet die Möglichkeit, seinen Charakter mit dem Töten von Gegnern und dem Erfüllen von Aufträgen mit so genannten Erfahrungspunkten zu versorgen. Diese Erfahrungspunkte werden benötigt, um seinen Charakter auf den maximalen Level, im Fall von World of Warcraft Level 70, zu steigern.
Neu erstellte Spielfiguren beginnen mit dem Level 1, und die vorerst maximale Stufe ist zurzeit Level 70 (mit der angekündigten Erweiterung von 'Wrath of the Lich King' wird dies auf Level 80 angehoben).

Mit dem Anschluss an eine Gilde/Clan hat man weiterhin die Möglichkeit, sich in Gruppen von 5 bis 40 Leuten an Gegner ran zu wagen, die mit ihrem Tod die Helden mit den wertvollsten Gegenständen belohnen. Dies sind so genannte Instanzen, in die man mit seiner Gruppe vordringt und nur eine Chance hat, die Gegner zu besiegen, indem man sich mit der richtigen Taktik den richtigen Gegenständen ausstattet. Größere und erfolgreiche Gilden nutzen eine verbale Online-Kommunikation via Sprachprogramme wie Ventrilo und Teamspeak. Gerade diese Interaktion mit anderen Spielern und die Herausforderung, große Gegner in Gruppen zu besiegen, macht den Reiz aus.

Es wird von vielen nicht World of Warcraft-Spielern unterschätzt, wie viel Arbeit und Planung teilweise in so genannten Raids (ein Raid ist eine Gruppe, die in einer Instanz versucht, diese Instanz von Monstern zu säubern) investiert wird.So ist es keine Seltenheit, dass man bis zu 10-mal und mehr versucht, einen Gegner in großen Gruppen zu töten. Dies kann mehrere Abende bis hin zu Wochen dauern. Meistens haben Gilden feste Raidzeiten, z.B. Mittwochabend von 19 bis 24 Uhr, und meistens gelten solche Termine mehrfach die Woche. Es ist eine Art Wettkampf mit anderen Gilden, wer welches Monster als erstes umbringt, als erstes die richtige Taktik ausarbeitet. Es gibt einem ein mit dem Sportwettkampf vergleichbares Konkurrenzdenken. Fragt man aktive Spieler, warum sie so viel Zeit in diese Raids investieren, ist ein oft genanntes Argument, dass man sich seiner Gilde gegenüber verpflichtet fühlt teilzunehmen. Dieses Gefühl der Verpflichtung rührt daher, dass es aufgrund der Ausrüstung einiger Spieler wahrscheinlich ist, dass Raids von 20 Personen ausfallen können, wenn 2 oder mehr 'Stammspieler' mit der nötigen Ausrüstung fehlen."

Langzeitspieler, männlich 30 Jahre

NK

Counter-Strike Source

19.10.2012:

„Counter-Strike“ – zu Deutsch „Gegenschlag“ – wurde im Juli 2001 von der Firma „Valve“ als PC-Spiel entwickelt und über die Publisher „Sierra Entertainment“ und „EA Games“ vertrieben. Bis heute sind mehrere offizielle und inoffizielle, grafisch- und spieltechnisch aufbereitete Folgeversionen erschienen wie z. Bsp. „Counter-Strike-Source“. Das Spiel ist als Online-Spiel konzipiert, d. h. als ein Spiel, an dem mehrere Spieler per Internet-Server teilnehmen können. In PC-Spielen bezeichnet man diese Funktion auch als ‚Multiplayer’. In einem ‚Multiplayer’-Spiel kann der Spieler nicht allein spielen, er ist auf weitere Teilnehmer angewiesen. „Counter-Strike“ wird als taktischer, rundenbasierter ‚Ego-Shooter’ klassifiziert. Der Spieler hat zu Beginn einer Partie die Wahl zwischen zwei grundsätzlichen Gruppen, die gegeneinander antreten: den Terroristen und der AntiTerrorEinheit. Der Spieler verfolgt das Spielgeschehen aus der Ich-Perspektive der von ihm gewählten Spielfigur - aus der Ego-Perspektive. Zudem verfügt er über eingeblendete Anzeigen, die ihm die Lebensenergie seiner Figur anzeigen, die sich durch Beschuss, Stürze oder Granatenexplosionen verringert, seinen Kontostand des gesammelten Spielgeldes und den Zustand seiner Schutzausrüstung. Die Spielfigur agiert mit allen anderen Spielern auf einem Spielfeld, das auch ‚map’-Karte genannt wird. Per Computermaus und Tastatur kann die Figur über das dreidimensionale Spielfeld bewegt werden.

Das Spiel beginnt in jeder Runde an einem gemeinsamen Startplatz, der dem Startplatz der gegnerischen Gruppe auf dem Spielfeld zumeist gegenüber liegt. Die Ziele einer jeden Runde variieren von der Art der taktischen Karte, die für die einzelnen Gruppen gegensätzliche Aufgaben fordert, sodass eine Kollision zwischen beiden Gruppen erzwungen wird. Obliegt der Polizei-Gruppe die Befreiung von Geiseln, die sich in der Gewalt der Terroristen befinden, ist es das Ziel der Terroristen, den Befreiungsversuch der Polizeitruppen zu verhindern. Anders herum verhält es sich, wenn die Terroristengruppe eine Bombe platzieren und zur Detonation bringen muss. Nun müssen die Polizisten die Platzierung bzw. Detonation der Bombe verhindern. Je nach erreichten oder verlorenen Gruppenzielen, der Zahl der erschossenen Gegenspieler bzw. Geiseln erhält jeder Spieler eine bestimmte Summe Geld auf seinen Kontostand aufgeschlagen oder abgezogen. Darüber hinaus kann eine Runde gewonnen werden, indem alle gegnerischen Spieler ausgeschaltet werden. Jede Runde ist zeitlich begrenzt. Nach dem Ablauf einer Runde wird die gleiche Karte erneut gespielt, bis eine bestimmte Zahl von Wiederholungen erfüllt ist und die Karte gewechselt wird. Die taktischen Mittel, die dem Spieler zur Verfügung stehen, sind denen realer Spezialeinheiten bzw. Terroristengruppierungen nachempfunden. Sie reichen von Kevlar-Schutzwesten, Hand- oder Blendgranaten über verschiedenen Pistolen sowie Sturmgewehren und Maschinenpistolen bis hin zur passenden Munition. Diese Gegenstände müssen vom Spieler z.T. über ein Kaufmenü zum Anfang jeder Runde erworben werden; bezahlt wird mit dem gesammelten Spielgeld. Das strategische Denken und die taktische Umsetzung stehen bei der Lösung der gestellten Aufgaben im Vordergrund. Dem Spieler wird eine hohe Konzentration, Koordinationsfähigkeit und Reaktionsschnelligkeit abverlangt.

Expertenmeinung, männlich 29 Jahre

NK